bastei-brücke sächsische schweiz

Die sächsische Schweiz ist das kleinste der Tourismusgebiete in Sachsen, aber eins der herausragendsten. Während die touristische Erschließung erst im 19. Jahrhundert begann, gibt es in diesem Gebiet eine ganze Reihe von Burganlagen, die zum Schutz der Handelswege errichtet worden waren, oder aber als mittelalterliche Raubnester genutzt wurden. Ursprünglich slawisch besiedelt, kam die Sächsische Schweiz erst im 15. Jahrhundert unter sächsische Herrschaft. Der Name selbst entstand erst im 18. Jahrhundert durch die beiden Schweizer Künstler Adrian Zingg und Anton Graff. Populär wurde die Bezeichnung wenig später durch die Veröffentlichungen von Wilhelm Leberecht Götzinger, der für den endgültigen Durchbruch des Namens sorgte. Seit dem 23. September 2008 trägt die Sächsische Schweiz auch den Titel “Ort der Vielfalt”, der ihr von der Bundesregierung verliehen wurde.

Wir besuchten folgende Städte:

Sebnitz

Rathen

Bad Schandau

Stadt Wehlen

sebnitzSebnitz ist unser erster Halt auf der Tour durch die Sächsische Schweiz. 1451 erstmals als “Städtlein” bezeichnet, ist die Stadt heute als die “Stadt der Seidenblumen” bekannt. Leider ist durch den großen Stadtbrand vom 15. September 1854 nichts mehr von der alten Bausubstanz und damit nichts mehr vom mittelalterlichen Stadtbild erhalten. Um 1900 wurde Sebnitz zum Zentrum der deutschen Kunstblumenherstellung, wovon nach der Wende allerdings nur noch ein paar einzelne Schauwerkstätten zeugen. Heute sind die Robert Bosch Power Tools GmbH Sebnitz und die Tillig Modellbahnen die Aushängeschilder der Sebnitzer Unternehmen. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen der Urzeitpark mit 400 Plastiken urgeschichtlicher Säugetiere, das Modellbahnmuseum der Firma Tillig, das Westernvillage und der Aussichtsturm auf dem Weifberg. Eine Kahnfahrt auf der “Oberen Schleuse” und ein Spaziergang durch die Kirnitzschklamm runden den Besuch ab. Mehr über Sebnitz findet ihr hier....

rathenIn Rathen setzen wir unsere Reise fort. Mit nur 400 Einwohnern ist Rathen zwar die kleinste Gemeinde in Sachsen, aber sie hat schon so einiges zu bieten. Es fängt schon an, wenn man von Oberrathen nach Niederrathen will. Man benutzt dazu die unter Denkmalschutz stehende Gierseilfähre, die eine der letzten ihrer Art in Europa ist. Weiter  geht es mit der Bastei, der Felsenbühne Rathen, dem Rhododendronpark Kleine Bastei, Amselgrund und Amselfall und den Schwedenlöchern. Nicht zu vergessen natürlich der gesamte Nationalpark Sächsische Schweiz, der von Rathen aus am besten zu erobern ist. Für Fans von Gartenbahnen und Landschaften im Miniaturformat sind die Eisenbahnwelten im Kurort Rathen eine unbedingte Empfehlung. Die Ausstellung ist die weltweit größte dieser Art in der Spurgröße G. 2007 eröffnet und auch heute noch nicht fertig, verschlang sie bis 2013 bereits € 1.900.000. Mehr über Rathen gibt es hier...

bad-schandauVon Rathen aus führt unser Weg ins benachbarte Bad Schandau. 1445 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt die Gemeinde aufgrund ihrer Lage als Handelsplatz an der Elbe 1467 durch Ratsverfassung faktisch den Status einer Stadt. Bad Schandau besteht heute aus der alten Stadtsiedlung Schandau und 8 eingemeindeten Ortsteilen. Außer dem Nationalparkzentrum in der Stadtmitte hat die Stadt noch zwei große Highlights zu bieten: einmal die Kirnitzschtalbahn, eine Überlandstraßenbahn, die rund 8 Km neben der Kirnitzsch herfährt und so die hinteren Teile der Sächsischen Schweiz erschließt und den freistehenden Personenaufzug, der Bad Schandau mit dem höher gelegenen Ortsteil Ostrau verbindet. Der Ort verfügt über 2 Reha-Kliniken und einen 3500 m² großen Botanischen Garten. Der Ortsteil Schmilka ist beliebter Ausgangspunkt zu Wanderungen zum Großen Winterberg und den Schrammsteinen. Mehr über Rathen gibt es hier...

stadt wehlenDer Endpunkt unserer Reise in die Sächsische Schweiz befindet sich in Stadt Wehlen. 1269 erstmals urkundlich erwähnt, war Stadt Wehlen bereits 1346 als Stadt geführt. Die zugehörige Burg Wehlen wurde ab 1547 nicht mehr bewohnt und verfiel. Kurfürst August übergab daraufhin die Reste 1550 als Baumaterial an die Städte Hohnstein und Neustadt. Auf Grund ihrer Lage ist sie der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen zur Bastei, der Felsenbühne Rathen, den Bärensteinen und dem Rauenstein, nebst den Zielen im Wehlener und Uttewalder Grund. Das Dorf Wehlen glänzt mit dem Miniaturpark Kleine Sächsische Schweiz und der Ortsteil Pötzscha mit seinem Erlebnisbad. Ebenfalls empfehlenswert und zu besichtigen sind in der näheren Umgebung die “Weißen Brüche”, sowie die ebenfalls aufgegebenen Sandsteinbrüche zwischen den Ortsteilen Wilke-Aussicht und Zeichen. Mehr über Stadt Wehlen findet ihr hier...

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